Über Uns Österreich hat die Verantwortung für die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Die Österreicherinnen und Österreicher haben sich 1978 gegen die Nutzung von Kernenergie entschieden. Seit 1999 ist dies auch in der Verfassung verankert. Dadurch fallen in Österreich keine hochradioaktiven Abfälle und abgebrannten Brennelemente aus Kernkraftwerken an. Trotzdem entstehen schwach- und mittelradioaktive Abfälle bei der Anwendung radioaktiver Stoffe in Medizin, Industrie und Forschung. Auch dort, wo nicht mehr benötigte (Forschungs-)Anlagen rückgebaut werden (Dekommissionierung), fallen radioaktive Abfälle an.

Für die endgültige Entsorgung der radioaktiven Abfälle hat Österreich ein Nationales Entsorgungsprogramm (NEP) erstellt. Zur Umsetzung dieses Programms wurde von der Bundesregierung der Österreichische Beirat für die Entsorgung radioaktiver Abfälle - Entsorgungsbeirat eingerichtet. Dieser erarbeitet Entscheidungsgrundlagen und Empfehlungen zur sicheren Entsorgung der in Österreich anfallenden radioaktiven Abfälle. Die Koordinierung des Entsorgungsbeirats wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) übernommen.

Der Entsorgungsbeirat setzt sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, NGOs, Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern, sowie der Zivilgesellschaft zusammen. Jährlich tritt die Kommission für zwei bis drei Sitzungen zusammen. Die Zusammensetzung des Entsorgungsbeirates, und die Arbeitsweise sind in der Geschäftsordnung festgehalten. Die Aufgaben wurden von der Österreichen Bundesregierung in einem Mandat festgehalten.

"Die Einrichtung des Entsorgungsbeirates ist ein wichtiger Schritt in einem Prozess, an dessen Ende die bestmögliche Lösung für die in Österreich zur Entsorgung anfallenden radioaktiven Abfälle stehen soll."  Klimaschutzministerin Leonore Gewessler

Unterstützt wird der Entsorgungsbeirat durch eine Geschäftsstelle der AGES GmbH.